Donnerstag, 13. Juli 2017

Zu viel Plastik

von Kirsten
Fliegenklatsche aus Draht & Holz, Fußpflegezubehör, gläserne Nagelfeile, Fusselbürste aus Kautschuk & Holz, Olivenpicker, Pellkartoffel-Schälset

Beim Bürstenhaus Redecker https://www.buerstenwelt.de/ habe ich einige Sachen bestellt. Die Qualität der handgefertigten Gegenstände ist besonders gut. Edle Materialien wie Holz und Kautschuk machen es auch zu einem haptischen Genuss, die Dinge in die Hand zu nehmen. Nicht ganz so zufrieden war ich mit dem Zuviel an Kunststoff, das mitgeliefert wurde. Ich habe diesbezüglich bei der Firma nachgefragt und auch innerhalb weniger Studnen eine Antwort bekommen. Würde mich freuen, wenn das etwas bewirkt.
Postpaket und Füllmaterial aus Papier und Pappe

Zusätzliche Verpackung und Polsterung aus viel Plastik, dazu noch eine relativ große (recht unnütze) Dose aus Plastik für die kleine Feile.

Guten Morgen Frau Riehl,
vielen Dank für Ihre Email.
Wir haben eigentlich vereinbart, so wenig wie möglich in Plastik zu verpacken.
Ich werde es aber nochmals an unseren Packraum weitergeben.
Ganz plastikfrei geht leider bei manchen Produkten nicht, wir bemühen uns aber so weit möglich.

Vielen Dank für die Anregung.


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Ihr Buerstenwelt.de - Team
Silvia Dierich

Tel.: 05423-946499

info <info@buerstenwelt.de>

10:46 (vor 11 Stunden)


an mich

Sonntag, 9. Juli 2017

Selbstgemacht: große Tasche

von Kirsten

 Müllvermeidung und Ressourcenschonung - wie geht das mit unbrauchbar gewordener Kleidung? Hier zeige ich euch, wie man aus etwas Altem noch etwas Neues hinbekommt und einem Kleidungsstück ein zweites Leben ermöglicht: Vom T-Shirt zum großen Beutel. Ich nehme den Beutel immer für den Transport von Altpapier oder Altglas. Es ist dehnbar und hat ein gutes Fassungsvermögen. Der Stoff sollte nicht fadenscheinig oder gar löchrig sein; dann wird eure Tasche einreißen.
Grundlage ist ein großes Herren-T-Shirt.
Ärmel und Kragen werden wie abgebildet herausgeschnitten.
Am Bund schneidet man im Abstand von 2 cm und in die Höhe     5 cm Fransen hinein.

Die Seite, die später außen sein soll, muss innen liegen. Die sich gegenüber liegenden Fransen werden miteinander verknotet. Wenn alles fertig ist, dreht man den nun entstandenen Beutel auf rechts.
 

Samstag, 8. Juli 2017

Wir überwachen euch

von Kirsten
Ich bin sehr traurig, dass in Zeiten von totalter Überwachung durch wild verfügbare Kameras und schneller Verbreitung von Bildbeiträgen in sozialen Medien die allseits beliebte und seriöse Springer-Presse an Omnipräsenz und -potenz so arg verloren hat. Was waren das früher für ruhige Zeiten, sichere Zeiten, als man noch genau wusste: Da sind die Bösen und hier sind die Guten. Die Vermummten sind die Üblen und die mit den dicken Schläuchen, die Wasserspeier, das sind die Lieben.

Jetzt hat sich das irgendwie.... verdreht. Wenn die Guten 19 (manchmal auch G 20 genannt), mitten in einer Großstadt zu residieren wünschen, und dann merken, dass sie als die Majestäten dieser Welt gegen ihre Völker regieren, müssen sie natürlich hart durchgreifen. Da muss man die Bevölkerung schon mal zu ihrem Glücke zwingen.

Wer mein Blog mitliest, weiß, dass es hier um Veganismus, Umweltschutz und Handarbeiten geht. Und manchmal schaut auch meine Katze aus dem Bild in die Kamera. Was haben ein buntes Strickmuster und diese Katze nun mit dem wichtigen Weltgipfel zu tun? Dieser Weltgipfel geht uns alle an. Ob man sich für Politik interessiert oder nicht - sie findet statt. Sie findet auch ohne uns statt. Es ist aber besser, wenn man sie nicht völlig ignoriert, denn der auf dem Gipfel propagierte Liberalismus wird unsere Welt weiter verändern. Es ist ein rücksichtsloser Liberalismus. Das Wörtchen "Freiheit", was man als Bestandteil in "Liberalismus" vermuten möchte, bezieht sich auf die Freiheit von sozialen Verpflichtungen und Verantwortungen. Die Starken gewinnen, die Schwachen verlieren. Und sie sind selber schuld. Sollten halt nicht schwach sein. Sozialdarwinismus wäre die bessere Bezeichnung. Aber das klingt nicht so fein.

Und dies noch zum Schluss: Wenn ihr da oben in eurem Majestätenhimmel jetzt wieder mal beschließen solltet, dass nach all den gewaltsamen Ausschreitungen von links-linker-am-linkesten Seite es an der Zeit sei, mit mehr Gesetzen, mit härterem Durchgreifen, mit übleren Strafen und mit mehr Überwachung zu antworten sei, dann vernehmt von Volkes Gnaden, dass auch ihr überwacht werdet. Von Handykameras, von sozialen Netzwerken, von Blogs und Blögchen. Und ja - eure Untertanen haben eine eigene Meinung. Klingt komisch, is aba so

Sonntag, 25. Juni 2017

Experiment Müllanalyse

von Kirsten
Von links oben nach rechts oben: 2 Tuben Haarfärbemittel + 1 Spülung + Einmalhandschuhe, 2 große Tetrapacks Sojamilch, 2 kleine Tetrapacks Pflanzensahne, 1 Dose Ananas // Von links unten nach rechts unten: 3 Plastikumverpackungen vom Tofu, 1 Alubeutel vom Kaffeeweißer, 1 Plastikhaarspange, jede Menge Kronkorken von der Fassbrause - Müllmenge von 12 Tagen
Wenn man Müllvermeidung systematisch betreibt, lohnt es sich, nach einer Weile Zwischenbilanz zu machen. Ich hatte bis vor Kurzem ohne dieses bewusste und geplante Vermeiden vor allem von Plastik immer 2 Gelbe Säcke in 2 Wochen voll bekommen. Als ich mit der Plastikvermeidung begonnen hatte, ist der Gelbe Sack zunächst sogar noch voller geworden, weil ich durch Ausmisten meiner Schränke und Schubladen erst mal mehr Müll erzeugt habe. Das hat sich mittlerweile reguliert. Ich habe auch nicht alles durch Neukäufe ersetzt. Meine Vorräte sind in Gläsern von Erbsen und Möhren etc.

Welches Fazit ziehe ich aus dieser Analyse? 

Die Plastikhaarspange ist kaputt und wird durch etwas aus Metall oder Holz ersetzt, allerdings habe ich noch eine ähnliche im Bad, sodass der Neukauf warten kann, bis auch dieses Ding seine Zähne verloren hat.

Die Ananasdose stand im Vorratsregal, doch Obst kann man ganz gut im Glas kaufen. Für den Tofu gibt es bisher keinen plastikfreien und adäquaten Ersatz. Der wird bleiben. Leider habe ich auch keine Idee für die Milch und die Sahne. Ich habe das in veganer Version noch nicht ohne Kunststoff gesehen. Die Kronkorken kann ich verschmerzen, denn die Fassbrause muss bei Sommerhitze unbedingt sein und ist im Pfandglas - für mich die bis jetzt umweltfreundlichste Art der notwendigen Verpackungen. Der Kaffeeweißer im Alubeutel ist nicht müllfrei, aber müllärmer als ein Tetrapack mit Milch.

Haarefärben kann man natürlich auch sein lassen, aber eine umweltfreundliche Alternative kenne ich nicht. Die Haarspülung nutze ich nicht, weil ich aus der Beschreibung nicht erkennen kann, dass sie kein Mikroplastik enthält. Man bekommt aber keine Packung Färbemittel ohne Spülung.

Was ich bisher erfolgreich verbannt habe sind Verpackungen für Pflegemittel und Putzmittel. Waschmittel kaufe ich im Pappkarton (Frosch). Geputzt wird mit Kernseiferaspeln. Die Putz- und Spülhandschuhe sind aus Kautschuk. Die weiteren Bilder sollen eine Anregung geben, wie ein plastikarmer Haushalt aussehen kann.

Ist das dann alles an Müll? 

Papier, Kompost und Altglas habe ich nicht zum Müll gerechnet, weil diese Materialien ja tatsächlich wiederverwertet werden - im Gegensatz zu Plastik, das teilweise verbrannt oder downgecycelt wird. Altkleider fallen auch nur ab und zu an und kommen in den entprechenden Container. Oft verwerte ich die Stoffe aber noch für Putzlappen. Meine geliebte Fassbrause ist im Pfandglas, ansonsten trinke ich Leitungswasser, Tee und Kaffee. Nur für die Sojamilch habe ich noch keine andere Lösung als den Tetrapack.

Und was ist mit Restmüll? 

Natürlich habe ich auch noch Restmüll. Es fallen im 2-Personen-Haushalt aber weniger als 10 l / Woche an. Wären also (geschätzte)  4 l / Woche von mir alleine. Da landen vor allem Essenreste, die nicht auf den Kompost gehören - also alles was gekocht oder fettig  ist, Reste vom Katzenfutter - kaputte Socken oder Teile, bei denen ich nicht weiß, wohin sie sonst gehören.

Papiertaschentücher habe ich durch solche aus Stoff ersetzt (Gebrauchtwarenladen für 1 €, Wäschegeschäft für 75 ct das Stück).

Mindestens 2x / Woche muss ich mich außer Haus versorgen. Damit keine Kaffeebecher zum Wegwerfen benötigt werden, nehme ich die Isolierkanne mit. Da passt ein großer Kaffee rein. Ich stelle die Flasche (meist bei Backwerk) unter die Kaffeemaschine. Zucker mache ich zu Hause rein, sodass ich selber bestimmen kann, mit was ich süße, und auch damit es keinen Müll von kleinen Zuckertütchen gibt. In die Glasflasche kommt kalter Tee oder Wasser mit Sirup oder auch mal nur Wasser.
Kaffee kochen zu Hause: Mit Bohnen aus der Papiertüte (Tchibo), Kaffeemühle, Keramikfilter und Papierfiltertüte. Mahlen und Aufgießen von Hand sind ein entspannendes Ritual. Besser als autogenens Training.


Der Kaffeesatz wird nicht weggeworfen. Ich verwende ihn zum Haarewaschen (1 Essl. dem Roggenmehl beimengen), als Händepeeling zusammen mit Seife, zum Schrubben verkrusteter Pfannen. Wichtig ist, dass er lange genug getrocknet ist, bevor er ins Schraubglas kommt, sonst schimmelt er. Ich lasse ihn 24 Stunden auf dem kleinen Teller vortrocknen, dann kommt er für weitere 24 Stunden auf einen großen Teller, damit der kleine wieder frei ist für die nächste Portion. Sollte er doch einmal schimmeln, kann man ihn ins Blumenbeet streuen als Dünger. Filtertüten kommen in den Kompost.
So wird bei mir gespült: Kernseife auf der Reibe direkt ins Wasser reiben. Das Wasser sollte recht heiß sein, deswegen trage ich Handschuhe. Fürs Putzen habe ich mir fertig geraspelte gröbere Seifenflocken bestellt. Verkrustete Pfannen schrubbe ich zusätzlich mit Kaffeesatz - den Kaffeesatz in die Pfanne geben, den Spüllappen mit der Seife einschäumen und dann schrubben.
Seife kann man nicht genug haben. Ersetzt Shampoo, Duschgel, flüssige Handseife, Gesichtspflege.
Zahnbürste aus Holz, Zahnkrem aus dem Glas. Zahnputztabletten habe ich auch noch. Feste Zahnpasta am Stil ist verbraucht und für nicht gut befunden - es kommt zu wenig auf die Zahnbürste, und ich habe das Gefühl, dass ich dann mit nichts die Zähne putze. Zusätzlich zur Bürste verwende ich Swak. Der Stil ist zwar aus Kunststoff, aber kein Wegwerfprodukt. Das Swak-Köpfchen wird kompostiert.
Trockenvorräte in Flaschen und Schraubgläsern. Auf Dauer sollen sie teilweise durch Weckgläser ersetzt werden. Aber das hat noch Zeit. Erst mal habe ich so keine zusätzlichen Kosten.Beschriftet werden meine Gläser mit Papierpaketklebeband.
Papiertüten, Gläser, Keramikdosen, Blechdosen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Rosenfest

von Kirsten

Rosenfest im Dortmunder Westfalenpark - Gelegenheit für schöneres Einkaufen. Mit Korb und Baumwollbeutelchen  bewaffnet, konnte ich plastikfrei alles ergattern, was mir so ins Augge stach und bezahlbar war. Eigentlich hätte ich noch gerne Pflanzen gekauft, aber zu schleppen war schon genug und außerdem gibt es Blumen gewöhnlich nur im Plastiktopf. Nüsse und Tomaten konnte ich lose kaufen.
Gummistiefel von Laura Ashley (engl.: Wellington) für 35 € aus Naturkautschuk
Tasche für Ausflüge aus Baumwolle und Jute 20 €
Grooooooooooooßer Emaille-Teller 7 €
Untersetzer Retro-Stil Blech alle vier für 5 € ...
... mit einer Rückseite aus Kork
Jede Menge Seife für Hände, Körper oder Haare, dazu eine Seifenschale aus Thermoholz
Hölzerne Lügen .... ähm... Zitruspresse

Dienstag, 6. Juni 2017

Marktbeute

von Kirsten
Kehrblech aus Emaille, Griff aus Holz für 8,50 €

Den Sonntag habe ich auf dem Flachsmarkt in Krefeld verbracht. Meine Beute kann sich sehen lassen. Alles unverpackt und plastikfrei und dazu auch noch hübsch und ansehnlich. Eigentlich wollte ich am Obstwagen etwas zu essen kaufen, aber es gab alles nur in Wegwerf-Behältnissen aus Kunststoff. Am Brezelstand sagte mir das Angebot mehr zu: Nur Brezeln in Weidenkörben ohne weitere Verpackung. Ich kam auch mit der Brezelhändlerin ins Gespräch. Ich sagte, sie brauche mir die Brezel nicht in einer Serviette zu geben, ich nähme sie ohne. Sie meinte, Papier sei ja gar nicht so schlimm, "aber was wissen´se was ich nicht mehr will? Das Plastik!" Und schon waren wir bei meinem Lieblingsthema. Schon schön zu sehen, dass wohl immer mehr Menschen sich einen Kopf machen um Plastik und Umwelt und was sie selber in der ganzen Sache tun können.


Reinigungsbürsten und Pilzbürste

Keramiktassen zu je 9,50 €

Baumwollstoff für 5 €

Steampunk-Ei-Päd mit Tastaturgriffel 10 €

Eamille-Seifenschale zum Aufhängen für 20 €. Ein Stück duftende Seife musste auch noch mit.

Schneidebretter - die großen für 10 € / Stck. Das kleine war ein Reststück und kostete deshalb nur 3 €

Et voilá - mon müll. Papiertütchen für die Seife, zwei Blatt Zeitungspapier für die Tassen und ein Klebestreifen für den Preis auf dem Stoff

Samstag, 27. Mai 2017

So macht der Sommer Spaß

von Kirsten
 
Sommerfrühstück auf der Terrasse letzten Sonntag am 21. Mai. Apfelschorle, Kaffee, Brötchen, gebratener Räuchertofu und Kirschtomaten, verschiedene Gemüse-Brotaufstriche und vegane Mayonaise.

Wildkräuter-Salat mit Kirschtomaten (Löwenzahn, Gänseblümchen, Sauerampfer, Hornveilchen, Salz und Pfeffer)